Projektberichte

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Überblick über das Verbundprojekt OrGoLo

Art der Publikation: Projektbericht

Überblick über das Verbundprojekt OrGoLo - Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistik-Netzwerken

Autor(en):
Univ.-Prof. Dr. Stephan Zelewski
Verlag:
Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Nummer des Berichts oder Beitrags:
Nr 1
Ort(e):
Essen
Veröffentlichung:
2011
ISSN:
1866-9255
Sprache:
deutsch
Datei:
Überblick über das Verbundprojekt OrGoLo (691 KB)
Zitation:
Download RIS

Kurzfassung

Das Verbundprojekt Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistik-Netzwerken (OrGoLo)1 erstreckt sich auf die interdisziplinäre (betriebswirtschaftliche, informationswirtschaftliche und ingenieurtechnische), partizipative sowie wissenschaftlich fundierte Entwicklung, Implementierung, Erprobung und Evaluation einer wissensbasierten Kollaborationsplattform vom Typ „web 2.0“. Die Kollaborationsplattform unterstützt mit mehreren Assistenztools und einem Konzept für lernfähiges Wissensmanagement die umfassende Gestaltung, insbesondere Planung und Steuerung von unternehmensübergreifenden, wissensintensiven Geschäftsprozessen in internationalen Lieferketten, sogenannten Supply Chains. Bei der Prozesskoordinierung wird im Interesse der Praxisrelevanz der Projektergebnisse besonderer Wert auf die Güterverkehre gelegt, die den logistischen Dienstleistungsprozessen zugrunde liegen und vor allem durch kleine oder mittelgroße Verlader und Logistikdienstleister (KMU) durchgeführt werden. Als Vision wird das Ziel verfolgt, das konventionelle, betriebs- und verkehrswirtschaftlich geprägte Supply Chain Management um die neuartige Dimension der Supply Chain Governance zu bereichern. Diese Governance-Perspektive verfolgt den Anspruch, nicht nur eine effektive und effiziente, sondern vor allem auch eine verantwortungsbewusste Gestaltung internationaler Lieferketten einschließlich ihrer Güterverkehre unter besonderer Berücksichtigung von unternehmensexternen Regelungen und Stakeholder-Interessen zu ermöglichen. Diese spezielle, auf verantwortungsbewusstes Gestaltungshandeln fokussiere Perspektive wird unter den Begriff „Good Governance“ subsumiert. Die Assistenztools, die zur Einlösung dieses Anspruchs entwickelt werden, erweisen sich vor allem in zweifacher Hinsicht als innovativ. Erstens wird ein wissensbasiertes, lernfähiges Werkzeug zur verantwortungsbewussten Gestaltung internationaler Lieferketten erstellt. Es beruht auf dem neuartigen Wissensmanagementkonzept des Case-based Reasonings, das erstmals in einem praxisrelevanten Anwendungsumfeld zur Lösung realer betrieblicher Probleme eingesetzt wird. Dieses CBRTool ist speziell auf die Anforderungen von KMU zugeschnitten und weist eine dezidierte Exportorientierung unter Berücksichtigung von Zoll- sowie Akkreditivabwicklungen auf. Zweitens wird ein Werkzeug zur Konfiguration internationaler Lieferketten konzipiert und implementiert. Es wird wiederum speziell auf die Anforderungen von KMU im Logistikbereich ausgerichtet. Der Lieferketten- Konfigurator basiert auf einer detailreichen, praxisgerechten Modellierung und Simulation von logistischen Geschäftsprozessen in internationalen Lieferketten. Als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Konfigurationswerkzeugen integriert das hier entwickelte Werkzeug erstmals Aspekte der Supply Chain Governance in die sonst rein betriebswirtschaftlich ausgerichtete Lieferkettengestaltung.