Projektberichte

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  • Dipl.-Kfm. René Föhring, Univ.-Prof. Dr. Stephan Zelewski: ORFE: Online Rail Freight Exchange - a software prototype for the configuration of multi-modal supply chains focused on rail freight traffic along the Alps Transversal Rotterdam-Genoa. Nr 20. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2013. PDF Citation Details
  • Dipl.-Kfm. René Föhring, Univ.-Prof. Dr. Stephan Zelewski: ORFE: Online Rail Freight Exchange - ein Software-Prototyp einer Online-Frachtenbörse für die Konfiguration multimodaler Lieferketten mit einem Fokus auf dem Schienengüterverkehr entlang der Alpentransversale Rotterdam-Genua. Nr 19. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2013. PDF Citation Details
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski, Dipl.-Kfm. Jamsheed Bahser: Auswirkungen von zollrechtlichen Bestimmungen auf internationale Supply-Chain-Projekte - insbesondere Entwicklung einer Zoll-Ontolgie. Nr 18. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2013. PDF Citation Details
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski; Carina Thomas; B.Sc.: Beschreibung eines internationalen Logistik-Projekts für ein ontologiegestütztes Case-based-Reasoning-System. Nr 17. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2013. PDF Citation Details
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski; Nikolaus Quink; B.Sc.: Erstellung einer Ontologie zum Themenkomplex Verpackungen in der Logistik mithilfe des Ontologie-Editors Protégé. Nr. 16. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2013. PDF Citation Details
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski; Sabrina Gries; B.Sc.: Akquirierung von Erfahrungswissen aus dem Logistik-Projekt „Westfalica-Shuttle“ für das Case-based Reasoning. Nr 15. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2013. PDF Citation Details
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski, Dipl.-Kfm. Ibrahim Balci: Anforderungsanalyse für ein CBR-System zum Einsatz in internationalen Supply-Chain-Projekten - Entwicklung einer Anforderungsspezifikation aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Nr 13. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2012. PDF Citation Details
    Anforderungsanalyse für ein CBR-System zum Einsatz in internationalen Supply-Chain-Projekten
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski; Dipl.-Kfm. Hadet Kovacevic; B. Sc. Medical Management: State-of-the-art von CBR-Tools. Nr 8. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    State-of-the-art von CBR-Tools
  • Prof. Dr. Rainer Leisten; Sabine Haep; M.Sc.: Wirtschaftliche Rahmenbedingungen zur Gestaltung globaler Logistiknetze. Nr 7. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    Wirtschaftliche Rahmenbedingungen zur Gestaltung globaler Logistiknetze
  • Prof. Dr.-Ing. Bernd Noche; Melissa Robles, M. Sc.; Sabine Haep, M. Sc.: Lastenheft für einen prototypischen Lieferketten-Konfigurator. Nr 10. Lehrstuhl für Transportsysteme und -Logistik, Essen 2011. PDF Citation Details
    Lastenheft für einen prototypischen Lieferketten-Konfigurator
  • Prof. Dr.-Ing. Bernd Noche; Melissa Robles, M. Sc.; Pri Supriyanto, M. Sc.: Pflichtenheft für einen prototypischen Lieferketten-Konfigurator. Nr 11. Lehrstuhl für Transportsysteme und –Logistik und SDZ GmbH, Essen 2011. PDF Citation Details
    Pflichtenheft für einen prototypischen Lieferketten-Konfigurator
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski, Dr. Hubert Klüpfel Univ.-Prof. Dr. Stephan Zelewski: Pflichtenheft für ein prototypisches Software-Tool zur Unterstützung des Case-based Reasonings (CBR-Tool). Nr 12. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Essen 2011. PDF Citation Details
    Pflichtenheft für ein prototypisches Software-Tool zur Unterstützung des Case-based Reasonings (CBR-Tool)
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski; Dipl.-Wirt.-Inf. Dennis Kater: Case-based Reasoning in Supply Chains - Qualitatives Case Retrieval. Nr 9. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details

    Um nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen zu können und in langfristige betriebswirtschaftliche Erfolge umzusetzen, ist ein „ganzheitliches“ Verständnis der Struktur von und der Geschäftsprozes-se in internationalen Supply Chains erforderlich. Dafür ist eine Neuausrichtung des Gestaltungsver-ständnisses für Supply Chains erforderlich, das die bislang dominierende Orientierung an rein quan-titativen und „harten“ Erfolgskriterien für das operative Supply Chain Management keineswegs vernachlässigt. Aber diese neue Sichtweise wird um zusätzliche qualitative und „weiche“ Einfluss-größen des vor allem strategischen Supply Chain Managements erweitert, die sich oftmals nur indi-rekt, aber umso nachhaltiger auf Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenserfolg auszuwirken ver-mögen. Die qualitativen und „weichen“ Einflussgrößen lassen sich nicht mehr mit simplen Kenn-zahlen und entsprechenden numerischen „Daten“ über Geschäftsprozesse adäquat erfassen, sondern erfordern komplexe kognitive Strukturen, die im Allgemeinen als „Wissen“ bezeichnet werden. Es sind erste Ansätze vorhanden, die es ermöglichen, z.B. erfahrungsbasiertes Wissen zu verarbei-ten. Im Zentrum dieser Wissensverarbeitungstechniken stehen die Technik des Case-based Reasonings (CBR), die aus der Erforschung Künstlicher Intelligenz (KI) stammt, und die Technik der Ontologien. Ontologien dienen vor allem dazu, natürlichsprachlich repräsentiertes Wissen so aufzubereiten, dass es von Computern – gemeint ist hiermit vor allem entsprechende Software – inhaltlich verstanden und somit auch auf der semantischen Ebene, d.h. „verständnisvoll“ verarbeitet werden kann. In dieser Arbeit wird gezeigt, wie die Techniken des Case-based Reasonings und der Ontologien in einen konkreten und anspruchsvollen betriebswirtschaftlichen Anwendungskontext – das Management von Supply-Chain-Projekten – eingesetzt werden können. Des Weiteren wird anhand von konkreten Fällen aus dem Bereich internationaler Supply-Chain-Projekte ein qualitatives Case Retrieval durchgeführt.

  • Mike Lautenschläger M. A.: Rechtliche Rahmenbedingungen für die Gestaltung globaler Logistiknetze. Nr 6. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details

    Schwarze Listen? Warenverkehrsbescheinigungen, Ursprungszeugnisse, Präferenzregeln? Gefahrstoffe, Gefahrgüter? Zollvorschriften, HS-Codes? Die Reihe an Normen, Vorschriften und Regeln ist lang, mit denen der Versender einer Ware oder ein Frachtbeauftragter in Berührung kommen. Weit über das Handelsrecht hinaus und vollständig eigentlich kaum zu fassen. Den Verantwortlichen auf allen drei Gestaltungsebenen von strategischen, taktischen und operativen Entscheidungen werden umfängliche Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen des logistischen Alltags abverlangt. Fehler sind dabei schnell gemacht, mitunter für ein Unternehmen teure Fehler.

    Komplex wird die Bewältigung dieser Rahmenbedingungen, bedenkt man die rasende Fluktuation in der Gesetzeslandschaft – in Deutschland, in der Europäischen Union, erst recht weltweit. Unmöglich kann man jede Gesetzesnovelle rund um den Globus, jedes Abkommen aktuell verfolgen. Dennoch ist man in der Pflicht, sich an geltendes Recht zu halten. Und stets ist man bestrebt, „seine“ Ware schnellstmöglich, legal und Gefahren überwindend ans Ziel zu bringen – möglichst ohne Nachfragen zu provozieren, ohne einen Vorteil zu verschenken und ohne unnötige Kosten zu verursachen. Die Tatsache, dass die genaue Kenntnis der Gesetzeslage in weltweiter Perspektive von Niemandem beherrscht werden kann, verdeutlicht, dass der Logistiker an vielen Stellen von einem „gesunden Rechtsempfinden“ zehren muss. Die Rechtsanwendung im täglichen Geschäft ist für ihn in der Regel wichtiger, als die Erneuerung seiner Kenntnis der aktuellen Gesetzeslage.

    Die vorliegende Arbeit kategorisiert vor diesem Hintergrund die Rechtsmaterie, der man in der Lieferkette begegnet, mit Hilfe einer Acht-Ebenen-Übersicht. Aus acht unterschiedlichen Perspektiven werden rechtliche Schwerpunkte des Gestaltungshandelns entlang des Weges vom Verkäufer zum Käufer beleuchtet. Hierbei wird aufgezeigt, wen es unterwegs jeweils interessiert und was genau relevant sein kann. Die definierten acht Ebenen sind: Handelsebene, Produktebene, Transportebene, Versand-/Empfangsebene, Zahlungsebene, Verwaltungsebene, Umschlagsebene sowie schließlich die zukunftsweisende Ebene „Integration und Automation“.

    Die Beschreibung rechtliche Rahmenbedingungen für die Gestaltung globaler Logistiknetze dient als Hilfestellung zur Entwicklung des Instrumentariums für Supply Chain Governance. Durch die Betonung verschiedener Perspektiven fokussiert der Autor auf die unterschiedliche Bedeutung der Rechtsmaterie für die jeweiligen Akteure. Bezüglich der Ausführungen zur Nutzung von Funkfrequenzen beim Einsatz von Tracking- und Tracing-Systemen (Kap. 4) greift er auf Ausführungen von Thomas Omerzu, w3logistics AG, zurück.

    Diese Analyse erläutert nicht jede erdenkliche Vorschrift im Detail – das würde den Rahmen der Arbeit sprengen. Vielmehr enthält sie Orientierungspunkte, welche rechtlichen Anforderungen in der Praxis besonders relevant sind, in welchen Vorschriften diese verankert sind und welche Quellen für entsprechende Fragestellungen zu Rate zu ziehen sind. Keinesfalls kann die Arbeit eine Rechtsberatung ersetzen!

  • Horst Lautenschläger: Innovative Instrumente zur Gestaltung globaler Logistiknetze. Nr 5. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    Innovative Instrumente zur Gestaltung globaler Logistiknetze

    Der gegenwärtige Zustand der weltweiten Güterverkehrslogistik ist gekennzeichnet durch ausgereifte Techniken des Containertransports und modernste Mittel der Navigation. Die Überwindung traditioneller Strukturen des bilateralen Informationsaustausches dauert jedoch an. Sie ist Gegenstand langjähriger Wandlungsprozesse für eine Vielzahl von Beteiligten.

    Im Bemühen um die Errichtung neuer Systeme zur erleichterten Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern globaler Logistiknetze wurde deutlich, dass das bessere Gelingen eines Austausches toter Daten nur einen Teil der gesamten Innovationserfordernisse ausmacht. In einer lebendigen Gemeinschaft von Akteuren in wechselnden Arbeitsbeziehungen ist der Aufbau und die Pflege eines neutralen Community-Systems ebenso wichtig wie das „Justieren eines Change Managements entsprechend der bestehenden Kräfte von Kulturen, Abläufen und Machtstrukturen“.

    Dies ist Teil einer Empfehlung der UN-Wirtschaftskommission für Europa, die den Ausgangspunkt der hier vorliegenden Analyse darstellt. Sie arbeitet Bedingungen heraus, die grundlegend für eine faire Zusammenarbeit von Logistikakteuren ist. Als kleine oder mittlere Unternehmen sind diese auf Strukturen flexibler und partizipativer Kollaboration angewiesen.

    Die Analyse greift die Feststellung auf, dass Lieferkettensteuerung auf den Regeln einer guten Regierungsführung basieren muss, die den Werten einer interkulturellen Rücksichtnahme und der Nachhaltigkeit des geschäftlichen Handelns verpflichtet ist. Sie erläutert zunächst die Bedeutung der Herstellung eines starken Grundvertrauens aller Lieferkettenpartner in die Neutralität der gemeinsam zu nutzenden Medien und Werkzeuge sowie deren Betreiber. Hierzu führt sie aus, wie die vorhandene Infrastruktur an geänderte Rahmenbedingungen angepasst werden kann, und welche Hindernisse überwunden werden müssen.

    Es folgen Beschreibungen von Praxisfällen aus dem beruflichen Erfahrungsumfeld des Autors. Diese verschaffen – unter Wahrung der Anonymität – einen seltenen Einblick in die Hintergründe des Verhaltens wichtiger Akteure. Es wird gezeigt, wie auf welche zweifelhaften Methoden diese zurückgreifen (müssen), um eine notwendige Änderung von Arbeitsbedingungen für ihre operativen Mitstreiter zu erreichen. Die Berichte dienen dazu, verbreitete Fehlhaltungen im oberen Management von Industrieunternehmen zu illustrieren und Methoden alternativen Handelns vorzustellen, die den Logistikverantwortlichen die Last der Organisation des permanenten Wandels verringern können.

    Ergebnis der Ausführungen ist die Beschreibung von Methoden und Instrumenten, die Eingang in den Werkzeugkasten einer nachhaltigen Unternehmensführung und eines Logistikcontrolling finden sollen. Es wird verdeutlicht, wie es widerspruchsfrei gelingen kann, Kosten zu senken, nachdem einige Akteure animiert wurden, höheren Aufwand bei der Erbringung ihrer Leistung zu treiben. Für die Entwicklung des Instrumentariums für Supply Chain Governance spielt die vorliegende konzeptionelle Analyse über rechtliche, soziale und technische Rahmenbedingungen voraussichtlich eine zentrale Rolle.

  • Horst Lautenschläger: Gestaltung globaler Logistiknetze mit dezentralen Kompetenzen. Nr 4. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    Gestaltung globaler Logistiknetze mit dezentralen Kompetenzen

    Fortschreitende Globalisierung von Warenlieferketten erfordert einen verschärften Blick auf die Rahmenbedingungen der Arbeit vielfältig spezialisierter Akteure, die in wechselnden Logistiknetzen jeweils einem gleichlautenden Ziel verpflichtet sind: der bestimmungsgemäßen Ablieferung der Warensendung am Zielort. Das Interesse an möglichst guten Rahmenbedingungen ist bei den Personen besonders hoch, die sich um die Gestaltung der Logistiknetze kümmern. Dazu zählen einerseits Versanddisponenten in Industriebetrieben, die ihre Produkte exportieren, andererseits deren externe Agenten, die mit Organisationsaufgaben innerhalb eines Liefernetzes betraut werden.

    Die hier vorliegende Analyse von Rahmenbedingungen basiert auf der Beschreibung tatsächlicher Handlungen in der Wirtschaftspraxis. Sie untersucht die Auswirkungen unterschiedlicher Einstellungen von handelnden Personen auf die Qualität von Logistiknetzen und präsentiert Ergebnisse von Organisationsentwicklungen, die teilweise zur Nachahmung empfohlen werden.

    Der Autor dieser Analyse ist als ehemaliger Vorsitzender des Arbeitskreises der Verkehrsleiter bei der IHK im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum mit vielfältigen Zusammenhängen des komplexen logistischen Alltags vertraut. Er verwendet zahlreiche Beispiele aus Erfahrungen von Berufskollegen und vermittelt Hintergründe, die auch für Nichtfachleute nachvollziehbar sind.

    Globale Liefernetze werden von hartem Wettbewerb zwischen kollaborierenden Logistikdienstleistern geprägt. Deshalb widmet sich der Autor besonders den Fragen, wie man mit dezentral verteilten Kompetenzen umgeht, um deren komplementäre Wirkung auch in unterschiedlichsten Lieferketten sicherstellen zu können. Dabei hebt die Untersuchung zwei Fragen besonders hervor: Welche Folgen hat das Fehlen oder die Beeinträchtigung von Gestaltungsmacht auf die Entscheidungen derer, von denen die Akteure entlang einer Lieferkette zentrale Orientierung für die Qualität ihres Handelns erwarten? Und wie unterscheidet man Kompetenzen von Mitwirkenden nach ihrem zu erwartenden Nutzen für die nächste bevorstehende Aufgabe?

    Einige Antworten klingen wenig schmeichelhaft für Unternehmensstrategen, die sich entweder durch offensichtlich unverantwortliches Handeln auszeichnen oder die Bedeutung logistischer Gestaltungskraft für die nachhaltige Existenz ihres Unternehmens ignorieren. Mit ausgewählten Praxisbeispielen werden Folgen derartiger Versäumnisse geschildert, die zeigen, dass es in der Logistikpraxis wichtigeres geben kann als einen positiven Beitrag zur nächsten Jahresbilanz. Es muss dabei nicht um den Schutz unbeteiligter Menschenleben gehen (was durchaus der Fall ist), sondern betrifft z.B. die Bewahrung der Integrität eigener Mitarbeiter, auf die das Unternehmen nachhaltig angewiesen ist.

    Die Darstellung konkreter Ansätze für die Anwendung von Supply Chain Governance rundet das Bemühen um eine Organisationsentwicklung ab, die den Anspruch erhebt, höhere Effizienz über Unternehmensgrenzen hinaus bewirken zu können, als es eine verbreitete Selbstbeschränkung auf sogenannte Kernkompetenzen vermag. Die Notwendigkeit, Regeln für gutes „Regierungshandeln“ einzuführen, wird u.a. damit begründet, dass innerbetriebliche Abgrenzungen eigener Zuständigkeit nicht ausreichen, um „die gebotene Handlung höher zu bewerten als die gewünschte“.

  • Prof. Dr.-Ing. Bernd Noche; Melissa Robles, M. Sc.; Sabine Haep, M. Sc.: Technische Rahmenbedingungen zur Gestaltung globaler Logistiknetze. Nr 3. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    Technische Rahmenbedingungen zur Gestaltung globaler Logistiknetze
  • Dipl.-Inf. Martin Kowalski: Lastenheft für ein prototypisches Software-Tool zur Unterstützung des Case-based Reasonings (CBR-Tool). Nr 2. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    Lastenheft für ein prototypisches Software-Tool zur Unterstützung des Case-based Reasonings (CBR-Tool)

    Ein Lastenheft führt alle Anforderungen (Leistungs- und Lieferumfang) auf, die das fertige CBR-Tool aus Sicht des Auftraggebers erfüllen muss. In diesem Lastenheft werden die Anforderungen der Projektpartner des Verbundprojekts OrGoLo aus ihrer jeweiligen Perspektive zusammengestellt. Aus dem Lastenheft soll ein Pflichtenheft abgeleitet werden, in dem detailliert festgelegt wird, wie und mit welchen Instrumenten die Anforderungen aus dem Lastenheft erfüllt werden sollen.

  • Univ.-Prof. Dr. Stephan Zelewski: Überblick über das Verbundprojekt OrGoLo - Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistik-Netzwerken. Nr 1. Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Essen 2011. PDF Citation Details
    Überblick über das Verbundprojekt OrGoLo

    Das Verbundprojekt Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistik-Netzwerken (OrGoLo)1 erstreckt sich auf die interdisziplinäre (betriebswirtschaftliche, informationswirtschaftliche und ingenieurtechnische), partizipative sowie wissenschaftlich fundierte Entwicklung, Implementierung, Erprobung und Evaluation einer wissensbasierten Kollaborationsplattform vom Typ „web 2.0“. Die Kollaborationsplattform unterstützt mit mehreren Assistenztools und einem Konzept für lernfähiges Wissensmanagement die umfassende Gestaltung, insbesondere Planung und Steuerung von unternehmensübergreifenden, wissensintensiven Geschäftsprozessen in internationalen Lieferketten, sogenannten Supply Chains. Bei der Prozesskoordinierung wird im Interesse der Praxisrelevanz der Projektergebnisse besonderer Wert auf die Güterverkehre gelegt, die den logistischen Dienstleistungsprozessen zugrunde liegen und vor allem durch kleine oder mittelgroße Verlader und Logistikdienstleister (KMU) durchgeführt werden. Als Vision wird das Ziel verfolgt, das konventionelle, betriebs- und verkehrswirtschaftlich geprägte Supply Chain Management um die neuartige Dimension der Supply Chain Governance zu bereichern. Diese Governance-Perspektive verfolgt den Anspruch, nicht nur eine effektive und effiziente, sondern vor allem auch eine verantwortungsbewusste Gestaltung internationaler Lieferketten einschließlich ihrer Güterverkehre unter besonderer Berücksichtigung von unternehmensexternen Regelungen und Stakeholder-Interessen zu ermöglichen. Diese spezielle, auf verantwortungsbewusstes Gestaltungshandeln fokussiere Perspektive wird unter den Begriff „Good Governance“ subsumiert. Die Assistenztools, die zur Einlösung dieses Anspruchs entwickelt werden, erweisen sich vor allem in zweifacher Hinsicht als innovativ. Erstens wird ein wissensbasiertes, lernfähiges Werkzeug zur verantwortungsbewussten Gestaltung internationaler Lieferketten erstellt. Es beruht auf dem neuartigen Wissensmanagementkonzept des Case-based Reasonings, das erstmals in einem praxisrelevanten Anwendungsumfeld zur Lösung realer betrieblicher Probleme eingesetzt wird. Dieses CBRTool ist speziell auf die Anforderungen von KMU zugeschnitten und weist eine dezidierte Exportorientierung unter Berücksichtigung von Zoll- sowie Akkreditivabwicklungen auf. Zweitens wird ein Werkzeug zur Konfiguration internationaler Lieferketten konzipiert und implementiert. Es wird wiederum speziell auf die Anforderungen von KMU im Logistikbereich ausgerichtet. Der Lieferketten- Konfigurator basiert auf einer detailreichen, praxisgerechten Modellierung und Simulation von logistischen Geschäftsprozessen in internationalen Lieferketten. Als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Konfigurationswerkzeugen integriert das hier entwickelte Werkzeug erstmals Aspekte der Supply Chain Governance in die sonst rein betriebswirtschaftlich ausgerichtete Lieferkettengestaltung.